Als ich mich vor  genau zwei Jahren selbstständig gemacht habe, habe ich mit ziemlich vielen Freelancern gesprochen. Ich wollte mir auch immer deren Websites ansehen. Und dann hörte ich auffällig oft ähnliches: “Ähm, meine Seite, ja, die ist gerade … also, die müsste mal … ähm … ich komm einfach nicht dazu.” Natürlich habe ich mir vorgenommen, dass MEINE Seite immer topaktuell ist und ganz mutig habe ich sogar einen Blog gestartet. Nach kurzer Zeit fiel der in einen komaähnlichen Schlaf. Ich hätte es wissen müssen.

Nun liebe ich Blogs, ich lese selbst viele und ich schreibe auch. Es gibt Laufen mit Frauschmitt, seit Sommer 2012 Läufer pro Umwelt und seit Beginn 2012 blogge ich auch für die Deutsche Post  zu Electroreturn und dem spannenden Thema Elektroschrott. (Klingt ironisch, ist es aber kein bisschen. Die Frage, was mit unseren Abfällen passiert und wie wir mit unseren Ressourcen umgehen, gehört zu den wichtigsten Fragen überhaupt.) Am liebsten würde ich bei allen Blogs auf eine wöchentliche Frequenz gehen, das ist auch das, was diesen Medien gut tut und was sie mindestens brauchen, um Leser richtig bei der Stange zu halten. Neben der anderen redaktionellen und sonstigen Arbeit ist das aber wirklich knifflig. Immer wieder haben mich Projekte zwei, drei Wochen lang fest im Schwitzkasten. Ich will nicht jammern, ich liebe meine Arbeit und unter Druck gelingt vieles besonders gut. Aber ich musste auch ein Einsehen haben, dass das mit dem zusätzlichen Blog eine echte Herausforderung bedeutet.

Hinzu kommt, dass ich feststelle, dass ich es nicht spannend genug finde, über Neuerungen bei Facebook, gelungene oder weniger gelungene Kampagnen zu schreiben. Es ist ein bisschen wie Schmoren im eigenen Saft. Schöner ist es, über Sprachliches zu schreiben, über Wort und Text. Ich will deshalb diesen Blog nicht aufgeben, auch wenn er noch so tief ruht. Vielleicht muss ich ihm nur eine andere Ausrichtung geben und dann kommt wieder Bewegung in die Sache. Es ist ja jetzt die Zeit der guten Vorsätze.

Und ach, natürlich geht es mir so, wie den anderen Freelancern, die ich gefragt habe: Diese Webseite ist praktisch nie auf dem neuesten Stand. Hier fehlen wichtige und spannende Projekte, sogar echte Angeberprojekte haben es nicht in die Referenzen geschafft. Dafür fehlte bislang die Zeit, Kunden gehen nun mal vor. Wenn Sie hier also etwas vermissen, fragen Sie bitte. Möglicherweise kann ich Ihnen dolle Referenzen dafür zeigen.

Ich bin guten Mutes und hoffe, Sie bleiben mir trotz des schnarchenden Blogs gewogen.

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